Die HERCA-Methode: Ereignisanalyse mit Blick auf menschliche Fehlerursachen
Menschliche Fehler sind selten allein durch das Verhalten eines Mitarbeiters erklärbar. Entscheidend ist auch, unter welchen Bedingungen sie entstehen konnten.
HERCA steht für Human Error Root Cause Analysis. Die Methode ergänzt bestehende Problemlösungs- und Untersuchungsverfahren wie 8D, A3, PDCA oder das London Protocol. Sie ersetzt diese nicht, sondern unterstützt dabei, menschliche Fehler systematisch zu untersuchen.
Was HERCA nicht ist:
HERCA ist keine Methode zur Schuldzuweisung und beschränkt sich nicht auf die Suche nach einer einzigen Hauptursache. Ebenso wenig geht es darum, Probleme vorrangig durch zusätzliche Kontrollen, Anweisungen oder Schulungen zu lösen.
Was HERCA auszeichnet:
HERCA betrachtet das Zusammenspiel technischer, organisatorischer und menschlicher Einflussfaktoren. So wird nachvollziehbar, warum ein Ereignis entstehen konnte und an welchen Stellen Verbesserungen ansetzen sollten.
Das Ziel: Systemische Schwachstellen erkennen, wirksam verbessern und aus Ereignissen lernen, damit sie sich möglichst nicht wiederholen.


